zum Inhalt springen

Teilnahme am Moot Court des Bundesarbeitsgerichts im Wintersemester 2015/2016

Am 21. Januar 2016 fand in Erfurt der sechste Moot Court des Bundesarbeitsgerichts (BAG) statt, an dem auch das vom Institut für Arbeits- und Wirtschaftsrecht betreute Kölner Team teilnahm.

Das Bundesarbeitsgericht richtet alle zwei Jahre zum Wintersemester einen arbeitsrechtlichen Moot Court Wettbewerb aus. Er ist Teil einer praxisnahen Ausbildung von Studierenden der Rechtswissenschaft und kann zudem an der Universität zu Köln als klausurersetzende  Prüfungsleistung im Schwerpunkt angerechnet werden (§ 51 II StudPro). Der Moot Court hat das Ziel, Rhetorik und freie Rede zu fördern und angehende Juristen mit Anforderungen des beruflichen Alltags vertraut zu machen. Den Studierenden wird darin ein fiktiver Sachverhalt zu aktuellen Fragen des Arbeitsrechts gestellt, zu welchem sie die Prozessparteien mit ihren gegensätzlichen Anliegen vor Gericht zu vertreten haben. Hierfür müssen sie einen Schriftsatz erstellen und in einer mündlichen Verhandlung (vor einer aus Bundesrichtern bestehenden Jury) ihre Argumente vortragen. Der Wettbewerb wird als Tagesveranstaltung ausgetragen, bei der in der ersten Runde vor vier verschiedenen Senaten „prozessiert“ wird und in jedem Senat nur ein Team in die Zwischenrunde kommt. In der Zwischen- und Endrunde wird dann nochmals eine neue Fallvariante gestellt, auf die die Studierenden vor Ort mit nur kurzer Vorbereitungszeit und regelmäßigem Tausch der „Vertreterrolle“ reagieren müssen.

Am im Januar zum 6. Mal stattgefundenen Moot Court nahmen 32 studentische Teams von insgesamt 15 deutschen Hochschulen teil. Die Universität zu Köln reiste mit einem dreiköpfigen Team (Julia Konermann, Meike Lütkemeier und Patrick Goffart) an. Auch wenn sich eines der drei Teams der Bucerius Law School den „Pott“ holte, hat das Kölner Team eine hervorragende Leistung erbracht: Es ist nur knapp ausgeschieden und wurde als einer der drei besten Teams des Vorrunden-Senats hervorgehoben.

Die Teilnehmer hatten einen Fall mit Rechtsproblemen im Zusammenhang mit der Arbeitnehmereigenschaft eines Vereinsmitglieds sowie Fragen rund um das am 1.1.2015 in Kraft getretene MiLoG zu bearbeiten.

Ein besonderer Dank gilt der Kanzlei Küttner Rechtsanwälte, die sich in der Vorbereitung bereit erklärt hat, das Plädoyer der Studierenden kritisch zu hinterfragen.

Einen Erfahrungsbericht der Teilnehmer finden Sie hier.